Tuesday, June 13, 2017

Ein guter Start

Der Monat Mai ist bereits wieder Geschichte und es wird deshalb Zeit für ein Blogg-Update...
Nachdem wir uns im April eine kleine Auszeit (für Tatjana war die Auszeit auf Grund einer Fussverletzung länger, aber dazu irgendwann mehr) in Form von Ferien gegönnt haben, ging es Anfang Mai wieder los mit dem Training und damit mit den Vorbereitungen auf die nächste, spannende Saison.
Unser erstes Trainigscamp führte uns wie schon letztes Jahr nach Mallorca, genauer in die Region um Alcudia. Dort können wir nebst wunderschönen Rennradtouren auch sehr gute Rollski-Einheiten absolvieren und finden für den Einstieg in eine harte Vorbereitungsperiode ideale Bedingungen vor. Anbei ein paar Eindrücke...
Die ersten Velokilomter sammeln bevor es nach Spanien geht...

Vor der Abreise absolvierten wir noch unsere Tests bei Jürg Hösli im erpse Institut
on top of "mountain" Alcudia ;)
Rollski-Einheiten auf den abwechslungsreichen Strecken und zwischen den Trainings das wunderbare Klima geniessen


Vergangenes Wochenende waren wir dann beide anlässlich der Cancellara-Challenge, welche im Rahmen des Tour de Suisse Prologs stattfindet, in Zug - genauer in Cham.
Dort absolvierten wir die 6km lange Prolog Strecke auf dem Rennrad und mussten vorher schätzen, wie viel wir ungefähr auf die Zeit von Fabian Cancellara verlieren werden. Gewonnen hat derjenige, der am genausten schätzt.

Teamfoto vor dem Start: Carlos Lima, Ariella Käslin, Fabian Cancellara, Laurien, Alessandro Seralvo, Tatjana und Vittorio Cornaro
Tatjana hat am genausten geschätzt und somit die Challenge gewonnen ;-)
Lau, Ariella und Täz mit roten Köpfen im Ziel...
posieren mit Fernando Schmed :)
Bildunterschrift hinzufügen
Nun sind wir noch knapp zwei Wochen zu Hause in Davos, bevor dann Trainingscamp Nr.2 auf dem Programm steht und dieses wird uns ins finnische Vuokatti führen... Sozusagen unsere zweite Heimat wenn es um's Skitunnel geht :)

Bis bald und liebe Grüsse,
eure Tatjana und Laurien

Thursday, May 18, 2017

Bevor es richtig losgeht... hier noch mein Saisonrückblick

Zuallererst möchte ich mich ganz herzlich bei allen für die grossartige Unterstützung bedanken. Allen voran meinem Trainer Andreas, meiner Familie und Freunden, dem Service- und Physioteam, meinen Teamkollegen, allen meinen Sponsoren, der Sporthilfe Schweiz , meinem Management, meinem Club die TG Hütten und allen Fans fürs Daumen Drücken, für alle helfenden Worte... fürs da sein. 
  
Lange habe ich gehadert um diesen Rückblick zu schreiben, mich nochmals hinzusetzten und die letzten Monate Revue passieren zu lassen. Dies nicht unbedingt, weil ich mich nicht noch einmal mit den vielen Geschehnissen auseinander setzten will, denn es war eine tolle und sehr lehrreiche Saison,aber vielmehr weil manches noch immer unrealistisch erscheint und ich vorwärts blicke, aber dazu später mehr.

Eine Saison fängt für uns Langläufer bereits im Mai an, die Vorbereitungsphase, das viele Training und das akribische Arbeiten an kleinen Details  sind das A und O für ein gutes Gelingen im Winter.
Ich hatte das Glück, das mir die Vorbereitung nahezu optimal gelungen war, ich konnte in vielen Bereichen Fortschritte erzielen, die vorgenommenen Trainings absolvieren und mich auch mental auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereiten.
Dies war sicherlich die Basis, dass mir eine solide Saison gelungen ist. Ich konnte in allen Sprintwettkämpfen Weltcuppunkte sammeln, lief viermal in die Top 10 und beendete den Sprintgesamtweltcup unter den Besten 15.
Zu den Highlights zählten sicherlich, die beiden Staffelwettbewerbe in La Clusaz (FRA) und an den Weltmeisterschaften, welcher wir auf einem 6ten respektive 7ten Rang beendeten, meine beiden Top 10 Resultate an der Tour de Ski in Val Müstair und die Weltmeisterschaften in Lahti, letzteres aber mit einem weinenden Auge.

Zu den Weltmeisterschaften möchte ich etwas ausführlicher werden. Sie waren das grosse Ziel dieser Saison, das grosse Ziel der letzten zwei Jahre. Das Ereignis welches mich in fast jedem Training begleitet hat.
Ich fühlte mich am Wettkampftag gut, wenn nicht gar sehr gut. Dies zeigte sich dann auch in der Qualifikation, ich lief die fünfbeste Zeit aller Läuferinnen und qualifizierte mich damit souverän für die Viertelfinals. Auch dort konnte ich gut mithalten und setzte als Dritte meines Laufes die beste „ Lucky-Loser“- Zeit, welches die Qualifikation für die Halbfinals geheissen hätte und somit einen Top 10 Platz auf sicher.
Doch kurz nach dem Durchschnaufen kam die vernichtende Nachricht, ich wurde  „ Ranked as Last“ , was soviel heisst,  dass man ein Vergehen begangen hat und somit aus dem Rennen genommen wird. Grosse Ratlosigkeit und Verzweiflung machte sich nicht nur bei mir sondern auch bei meinem ganzen Team breit, was war geschehen, wo wurde der Fehler gemacht? Niemand hatte etwas gesehen, auch selber konnte ich nicht sagen, wo ich eine Mitkonkurrentin behindert hatte, auch gab es keinen Protest meiner Gegnerinnen, noch konnte ein Jury Mitglied auf der Strecke etwas zu meiner Disqualifikation sagen. So standen wir ratlos und noch viel schlimmer, machtlos im Zielraum und mussten die Entscheidung akzeptieren. Somit wurde mir mein gutes Resultat und noch schmerzhafter meine Chance auf eine Medaille genommen und ich verliess wie in Trance das Wettkampfgelände.
Die folgenden Stunden und noch die paar Tage danach zählten zu den härtesten meiner Karriere. Viele Trainer und Athleten, auch anderer Nationen konnten die Entscheidung nicht nachvollziehen, niemand hatte etwas gesehen, was eine solch harte Bestrafung gerechtfertigt hatte. Auch wenn ich jetzt noch daran zurückdenke frage ich mich immer noch; ist dies wirklich geschehen.... und ja, es ist wirklich geschehen.“
Ich wurde von einem Jury Mitglied, welches am Monitor gesessen hatte disqualifiziert, weil ich einer Kurve zu eng hineingeschnitten hatte und somit die Läuferin hinter mir ausgebremst hatte, aber in den Videoanalysen sah man dies kaum. Somit wurde im Nachhinein Protest gegen diesen Entscheid eingelegt, welches mir aber mein Rennen nicht mehr zurückbringen kann.

Auch wenn es unheimlich schwierig war, diese Entscheidung zu akzeptieren, lasse ich mir davon nicht meine Freunde und meine Leidenschaft für meinen Sport nehmen.  Es ist leicht sich von dem Ganzen frustrieren zu lassen, doch es ist mir  gelungen aus dem ganzen zu Wachsen und Stärke zu gewinnen. Dies war eine Erfahrung auf die ich zwar gerne verzichtet hätte, aber es ist Eine die auch mein Sportlerleben und noch wichtiger mein ganzes Leben prägen wird und dafür bin ich dankbar.

Eine Erfahrung, die ich ins folgende Jahr mitnehmen kann. Denn im nächsten Jahr sind die Olympischen Spiele und dort möchte ich am Tag X wieder bereit stehen.


Bis dahin wartet noch viel Arbeit auf mich, seit dem 1. Mai bin ich wieder im Training und werde alles geben.

Hier noch ein paar Impressionen der letzten Saison und der WM:

                                         
Einer von vielen Bergtouren
Nordic Weekend



Nach der Staffel in La Clusaz
Toblach :-)
Fantastischer Moment nach dem 5er an der Tour de Ski in Val Müstair


 


WC Davos
WM Lathi Photo by Andreas Rösler , nach der Quali Rang 5


WM Lathi Photo by Andreas Rösler, Viertelfinal einlauf


WM Lathi Photo by Andreas Rösler, Teamsprint


WM Lathi Photo by Andreas Rösler, Teamsprint
Schöner Schnappschuss vom WC in Lillehammer by nordicfocus



WC Falun photo by nordicfocus



WC Lillehammer by nordicfocus.com


Teamsprint WC Toblach by nordicfocus.com


Bis bald und liebe Grüsse , eure Laurien



Tuesday, January 31, 2017

Ereignisreiche Wettkampfwochenende ; Davos, La Clusaz, Goms Val Müstair, Toblach und Falun

Seit dem letzten Eintrag ist wieder viel passiert, von Frust über Freude war alles dabei und wieder konnte ich viel Lernen und meinen Weg in Richtung Weltmeisterschafen in Lahti gehen.
           
Beginnend beim Weltcup Davos, wo ich in der ersten Wettkampfphase , mein erstes kleines Highlight gesetzt hatte. Ich fühlte mich wirklich fantastisch am Wettkampftag, die Form passte, das Selbstvertrauen war da, die Ski waren top .... aber alle die den Wettkampf gesehen haben, wissen, dass es manchmal eben auch noch Glück braucht und man gewisse Faktoren nicht beeinflussen kann. Die Quali verlief super, ich konnte mich als 7te qualifizieren und in meinem Viertelfinal startete ich gut, als erste ging ich in die Abfahrt und die erste Kurve, doch dann ging alles plötzlich schnell. Eine Konkurrentin kam ziemlich unkontrolliert auf der Innenseite und stürzte direkt vor mir. Ich hatte keine Chance zum ausweichen und stürzte ebenfalls. Enttäuscht über den unnötigen Sturz und mit ein paar blauen Flecken beendete ich das Rennen auf Platz 23zig. 

Davos Fotos by Andreas Rösler: 
7te nach der Qualifikation
Zu diesem Zeitpunkt lief noch alles nach Plan, kurz darauf wurde ich leider zu Fall gebracht.
Fokus vor dem Start!

Zusammen mit Hanna Kolb!

Aber so kann es manchmal gehen im Sprint, ich konnte die Enttäuschung schnell abhacken und probierte das gute Gefühl welches ich während dem Wettkampf hatte mitzunehmen.

So machte ich noch auf dem Weg an die Staffel in La Clusaz einen Zwischenstopp beim Continental Cup im Goms, dort stand ein klassisch Sprint auf dem Programm den ich hinter der starken Russin Mateeva als Zweite beendete. 
Podest im Goms

Wieder „geladen“ mit positiver Energie aber mit viel Nervosität im Bauch stand ich dann bei meinem ersten Staffel Einsatz im Weltcup als Startläuferin für unser Team am Start.
Zu meiner Überraschung gelang mir ein sehr guter Start, ich konnte in der vorderen Gruppe mitlaufen und übergab als Dritte an Nathalie, die zusammen mit Nadine und Seraina ebenfalls eine super Leistung zeigten. Wir konnten das Rennen auf den für uns sehr erfreulichen 6ten Rang beenden, dies macht uns Mut für die kommenden Weltmeisterschaften. 

Nach der Staffel ... smile!




Es ging daraufhin Schlag auf Schlag weiter, dies mit der Tour de Ski in Val Müstair.
Ich hatte die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr für einen Trainingsblock genutzt, so dass ich zwar etwas müde, doch aber  sehr motiviert ins Münstertal anreiste. Ich wollte unbedingt wieder einmal in meiner Paradedisziplin glänzen und mich für den Final der Top 6 qualifizieren.
Doch einfach fing der Tag ganz und gar nicht an, in der Qualifikation kam ich überhaupt nicht in den Rhythmus und kämpfte mich mit sehr müden Beinen über die zwei Runden und endete auf dem 22 Platz, noch gerade schnell genug für die Qualifikation, aber ein gutes Gefühl war es überhaupt nicht.
Glücklicherweise ging es dann von Lauf zu Lauf besser und ich stand wieder einmal im Finale! Dort kämpfte ich lange noch um einen Podiumsplatz, musste mich aber schlussendlich geschlagen geben und erreichte einen 5ten Platz, mein bis anhin bestes Resultat der Saison.
Gelöst ging ich dann auch noch am zweiten Tag an den Start über die 5km klassisch. Zu meiner grossen Freude, ging auch dieser Wettkampf wieder super und ich lief auf einen 10 Platz, somit konnte ich meine erste Top 10 Klassierung in einem Distanzrennen verbuchen, was aber an diesem Tag noch umso schöner war, war der 4. Platz und die Freude meiner Teamkollegin  Nadine Fähndrich, mit einer fulminanten zweiten Runde lief sie noch nach vorne und sicherte sich ihren ersten Top 5 Platz im Weltcup!
Auch wenn es sicher zu diesem Zeitpunkt schwer war und man mit dem Blick auf das Gesamtklassement (Top 8), nicht gerne aus der Tour de Ski aussteigt, war es für mich wichtig meinem Plan zu folgen und mich von der Tour zu verabschieden, so dass ich mich auf die nächsten Wettkämpfe vorbereiten konnte.  


 Bilder Val Müstair: Nordic Focus
Während dem Sprint
Start des 5km Massenstart Rennens
Glückliche Gesichter im Zielraum hier mit Nadine


Dieser war dann in Toblach. Ein Sprintwochenende mit einem Sprint und einem Teamsprint stand auf dem Programm, Tatjana hatte sich ebenfalls über den Continentalcup dafür qualifiziert, so dass wir wieder einmal zusammen vereisen durften. 
Wieder einmal zusammen unterwegs!
Ich fühlte mich gut, obwohl ich noch anfangs der Woche mit Magenproblemen zu kämpfen hatte. Auch gelang mir ein ansprechender Wettkampf, ein 7ter Platz war das Endresultat, doch zufrieden war ich überhaupt nicht, vom meinem Können her,  wäre viel mehr drin gelegen, doch traf ich die falschen Entscheidung und konnte mich nicht richtig durchsetzten so dass ich leider im Halbfinale um 0,08 sek ausschied.

Fotos by © Nordicfocus.com: 

Photo by Nordicfocus.com

Tatjana zeigte ein guter Wettkampf, doch leider verpasste sie die Qualifikation für die Finalläufe als 36te nur gerade 1,5 sek hinter den Besten 30zig. 
Den Teamsprint lief ich zusammen mit Nadine, das Halbfinale überstanden wir problemlos, im Finale ging mir jedoch in der letzten Runde die Luft raus, am Ende schaute ein 9ter Rang für uns raus.
Tatjana lief zusammen mit Heidi Widmer, sie verpassten das Finale der Top 15 und wurden 17te.

So und nun zum letzten Wochenende ; in Falun, auf der WM Strecke von vor zwei Jahren, wurde am Samstag wiederum ein skating Sprint ausgetragen, ich zeigte eine guten Prolog, den ich als 7te beendete, auch in meinem Viertelfinale startete ich gut und konnte offensiv laufen. An Dritter Position liegend und bereit für den Kampf auf der Zielgerade, kamen Sandra Ringwald und ich uns leider in der letzten Kurve ins Gehege und wir stützten beide. Eine sehr  ärgerliche Situation für uns beide, ich denke wir wären beide bereit gewesen um den Halbfinal Platz zu kämpfen, doch so endete der Lauf abrupt für uns . Ich lief dann als 5te in Ziel, was ein 21ter Platz bedeutete. 

Foto by © Nordicfocus .com : 







So, dass war wieder einmal in grösseres Update von mir :-)
Ich werde mich nun in den nächsten 3 Wochen auf die Weltmeisterschaften vorbereiten und wenn möglich noch ein paar Schritte nehmen, so dass ich dann das nächste Mal, wenn ich mich gut Fühle auch auf den Beinen bleibe J .

Ich wünsche euch eine schöne Woche und schicke euch liebe Grüsse,


Eure Laurien




























Tuesday, December 27, 2016

Ein Lebenszeichen...

Guten Morgen und nachträglich frohe Weihnachten an euch alle!
Mein letztes Update ist schon ein Weilchen her und deshalb wird es höchste Zeit, wieder einmal ein Lebenszeichen meinerseits zu geben...
Wenn die Saison anbricht ist immer sehr viel los. Man reist zu den ersten Wettkämpfen und bis kurz vor Weihnachten geht es Schlag auf Schlag von Wettkampfwochenende zu Wettkampfwochenende.
Und jeder Athlet wünscht sich natürlich einen guten und wunschgemässen Einstieg in diese erste Wettkampfperiode - so auch ich.
Die Vorbereitungen liefen nach Plan und am 18./19.November eröffnete ich mit einem Sprint und einem Distanzrennen bei den Testwettämpfen in Davos meine Saison. Schon am Tag des Sprints fühlte ich mich irgnedwie komisch, konnte es aber nicht genau einordnen. Am Tag darauf beim Distanzrennen plagte mich dann bereits Übelkeit und diese verflog auch mit dem Wettkampf nicht - im Gegenteil: nach dem Wettkampf überkamen mich starke Magenkrämpfe und Gliederschmerzen, es ging für mich ab ins Bett. Ich brauchte einige Tage, bis ich mich wieder besser fühlte, also gab es noch keinen Grund zur Panik, denn ich hatte ja noch etwas Zeit bis zum ersten richtigen Wettkampf (Swisscup im Goms).
Körperlich fühlte ich mich allmählich wieder gut, obwohl ich nach dieser Woche mit der Gastritis sehr müde war und es Energie gekostet hatte. Doch die Magenschmerzen blieben bestehen. Ich spürte, dass der Infekt vorbei war aber irgendetwas war mit meinem Magen danach nicht mehr in Ordnung. Nach jeder Mahlzeit plagten mich Schmerzen und auch Schonkost verbesserte meine Lage nicht. Ich dachte, dass dies wahrscheinlich die Nachwehen der Gastritis seien und da bereits der Swisscup vor der Türe stand, hatte ich auch keine Zeit länger darüber nachzudenken. Denn wenn ich beim Weltcup in Davos am Start stehen wollte, dann führte kein Weg um den Wettkampf im Goms herum...
Am Tag vor diesem Wettkampf wurden die Schmerzen dann so schlimm wie noch nie. Ich verbrachte den Nachmittag gekrümmt auf dem Bett und wusste nicht wie lange ich es noch aushalten konnte...
Nachdem sich die Schmerzen wieder etwas ergaben, versuchte ich eine einigermassen normale Nacht hinter mich zu bringen um am nächsten Tag den Sprint absolvieren zu können.
Ich fühlte mich leer, aber irgendwie kämpfte ich mich bis auf den 3.Platz durch und löste somit mein Ticket für Davos. Damit war die Geschichte aber nicht zu Ende.
Nach dem Wettkampf machte ich mich direkt auf den Weg nach Hause und im Auto bekam ich erneut extreme Schmerzen, obwohl ich nicht mehr viel gegessen hatte. Es war fast nicht mehr auszuhalten und ich wusste, dass ich nun dringed einen Arzt aufsuchen musste, denn es war als ob ich Scherben im Magen hätte...
Dies tat ich dann auch und nach einigen Abklärungen ging ich mit Medikamenten gegen ein Magengeschwür wieder nach Hause. Offenbar kann so eine Verletzung in der Magenwand durch eine Gastritis entstehen... Nach zwei Wochen mit Bauchproblemen stand ich nun also knapp 6 Tage vor dem grossen Heimevent mit diesem Medikament in der Hand da und wusste, dass nun die Zeit definitv knapp geworden war. Die gute Nachricht: die Medikamente schlugen direkt an und ich hatte keine Schmerzen mehr und konnte auch wieder normal Essen.
Doch als Spitzensportler reicht es oft nicht aus sich im Alltag wieder gut zu fühlen. Um eine Top Leistung zu bringen muss der Körper 100% einsatzfähig sein und in einem angeschlagenen Zustand wird es oft schwierig.
Ich raufte all meine Kräfte zusammen, machte meine Vorbereitung wie ich es sonst auch immer machte und schob diese Vorgeschichte zur Seite und fokusierte mich auf meine Arbeit. Am Tag vor dem Sprint fühlte ich mich das erste Mal seit Beginn dieser Story wieder ganz ok.
Auch am Wettkampftag gelang es mir alles andere völlig auszublenden und das Rennen agressiv und offensiv anzugehen. Ich war tatsächlich auch gut unterwegs. Nach knapp 3/4 des Wettkampfs fehlte mir dann aber die nötige Substanz um mein Tempo durchzuhalten - am Schluss fehlen mir 2 Sekunden für die Qualifikation in die Heats...
Auch wenn es nicht ganz gereicht hat, war ich trotzdem irgendwo stolz auf mich und darauf dass ich es geschafft habe an einem wichtigen Tag alles und vielleicht sogar noch etwas mehr aus mir rauszuholen, als an diesem Tag eigentlich möglich war - ich spüre, dass es mit der passenden Gesundheit wieder reichen wird!
5 Tage später startete ich noch zum Abschluss der ersten Wettkampfperiode im Continentalcup. Ich wusste, dass ich meine Form erst wieder sauber aufbauen musste doch ich wollte diese zwei Wettkämpfe (Sprint und 10km) noch mitnehmen, bevor ich in die kurze Wettkampfpause der Feiertage ging. Nach dem Continentalcup-Wochenende konnte ich die Medikamente wieder abstetzen und glücklicherweise sind die Schmerzen nicht mehr zurück gekehrt. Meinem Magen geht es wieder gut und ich nutze momentan die Zeit bis zu meinem nächsten Einsatz für einen sauberen Aufbau, damit ich gerüstet einen zweiten Anlauf nehmen kann für die nächste Wettkampfperiode!
Ich fühle mich von Tag zu Tag besser und es geht Schritt für Schritt in die richtige Richtung :-)!
Die Saison ist noch jung und ich gebe natürlich alles dafür, bei meinem nächsten Update von positiveren Erlebnissen berichten zu können...
Danke für eure Unterstützung - es bedeutet mir sehr, sehr viel!
Nun wünsche ich euch allen fürs 2017 Gesundheit, Glück und Zufriedenheit - nehmen wir's  gemeinsam in Angriff!
Eure Täz

Anbei ein paar Eindrücke seit meinem vorhergegangenen Update...

Anfangs November: Sushi-Abend mit Denise Hermann
Testwettkampf Sprint
Testwettkampf Distanzt
Der letzte Form-Check vor den ersten Wettkämpfen beim erpse-Team von Jürg Hösli
Podest Foto vom Swisscup im Goms
Anfangs Dezember auf dem Seehorn
Skitest beim Weltcup in Davos mit Reto Burgermeister (Foto: A.Rösler)
Vorbereitung auf den Heimweltup (Foto: A.Rösler)


Vitam-d-tanken mit Rahel Imoberdorf beim Continentalup im Goms
Unterwegs über 10km kl beim COC im Goms
Unterwegs beim Weltcup Davos (Foto: Urs Steger)
Foto: Urs Steger
Abendstimmung im schönen Davos :-)